Ammar Assali
Kunstlabor Magdeburg

Über den Künstler Ammar Assali

Heimatland Syrien

AMMAR ASSALI AMMAR ASSALI


Ich stamme aus Syrien, einem Land, das seit 2011 von einem verheerenden Bürgerkrieg zerrissen ist. Die Zerstörung meiner Heimat und meine Flucht haben mein künstlerisches Schaffen geprägt. Viele meiner Werke thematisieren die Flucht, die Suche nach Sicherheit und die Herausforderungen des Ankommens in einer neuen Kultur. Meine Kunst wird oft als Brücke zwischen meiner syrischen Vergangenheit und meiner deutschen Gegenwart verstanden.


Türkei


Die Türkei spielte für mich eine wichtige Rolle als Transitland während meiner Flucht. Viele syrische Geflüchtete durchliefen die Türkei auf ihrem Weg nach Europa, und auch ich nutzte diese Route. Die Erfahrungen in der Türkei – sowohl die Gastfreundschaft als auch die Schwierigkeiten des Lebens im Exil – fließen in meine künstlerische und pädagogische Arbeit ein.
Wirken in Magdeburg / Sachsen-Anhalt / Deutschland
Seit meiner Ankunft in Deutschland engagiere ich mich intensiv in der Kunstvermittlung und der kulturellen Integration. Besonders in Magdeburg, wo ich seit Jahren lebe, habe ich mich als prägende Figur der lokalen Kunstszene etabliert.


Künstlerische Projekte und Ausstellungen


Mosaikprojekte: Ich habe gemeinsam mit kunstinteressierten Menschen – sowohl mit als auch ohne Migrationsgeschichte – Projekte wie die „Mosaikprojekte“ initiiert und geleitet. Diese Projekte fördern den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Generationen und schaffen sichtbare Kunstwerke in der Öffentlichkeit. Ein Beispiel ist die Ausstellung „Menschengemeinschaft“ – Wir feiern die Vielfalt, die 2024 in Magdeburg gezeigt wurde. Dabei arbeiteten 50 Teilnehmende an einem gemeinsamen Kunstwerk, das die Vielfalt der Gesellschaft feiert und Migration als bereichernden Prozess darstellt.


Kunstlabor Magdeburg: Ich bin Teil des Kunstlabors Magdeburg, einem Ort für kreative Prozesse und Workshops. Hier gestalte ich mit Geflüchteten, Jugendlichen und lokalen Künstler:innen Projekte, die gesellschaftliche Themen wie Heimat, Flucht und Zusammenleben aufgreifen.

Ausstellungen und Mitgliedschaften: Seit 2026 bin ich Mitglied im Bund Bildender Künstler:innen Sachsen-Anhalt (BBK) und nehme regelmäßig an Ausstellungen und Kulturprojekten teil. So war ich beispielsweise an der Gruppenausstellung „Soultunes X Neighborhood“ im Juli 2026 beteiligt, die regionale Künstler:innen und ihre Werke präsentierte.



Kunstpädagogik und gesellschaftliches Engagement


Ich sehe meine Rolle nicht nur als Künstler, sondern auch als Pädagoge und Vermittler. Ich arbeite mit Geflüchteten, Jugendlichen und Senior:innen und nutze Kunst als Mittel, um Sprachbarrieren zu überwinden und neue Perspektiven zu eröffnen. Meine Projekte werden oft von lokalen Initiativen wie „Houses of Resources“ oder dem Felicia Festival unterstützt, die sich für kulturelle Teilhabe und Integration einsetzen.
Ein zentrales Anliegen von mir ist es, durch Kunst Vorurteile abzubauen und Gemeinschaft zu stärken. Meine Werke – oft geprägt von deformierten Figuren und abstrakten Formen – spiegeln die Brüche und Neuanfänge wider, die mit Migration einhergehen. Gleichzeitig sind meine Kunstwerke voller Hoffnung und Menschlichkeit, wie meine Aussage zeigt: „Meine Kunst verbindet, inspiriert und begeistert.“


Aktuelle Aktivitäten (2026)


Ich bin weiterhin aktiv in der lokalen Kunstszene Magdeburgs und Sachsen-Anhalts. Im Jahr 2026 nahm ich an mehreren Projekten und Ausstellungen teil, darunter Workshops und Kunstaktionen, die sich mit Themen wie Coming Out, Nachbarschaft und kultureller Vielfalt auseinandersetzen.
Ich engagiere mich auch in überregionalen Projekten, etwa im Rahmen des Kultur-macht-stark-Programms, das kulturelle Teilhabe fördert.


Künstlerischer Stil und Themen


Meine Werke sind oft expressiv und symbolträchtig. Ich arbeite mit deformierten Figuren, abstrakten Formen und einer reduzierten Farbpalette, um die Erfahrungen von Flucht, Verlust und Neuanfang auszudrücken. Meine Kunst fragt nach der Menschlichkeit in einer zerrissenen Welt und lädt zur Reflexion über Identität und Zugehörigkeit ein. In Interviews betone ich, dass meine Kunst auch eine therapeutische Funktion hat – sowohl für mich selbst als auch für die Menschen, mit denen ich arbeite.


Zitate


  • „Sachsen-Anhalt ist meine zweite Heimat. Ich bleibe hier, weil meine Kunst verbindet und Menschen inspiriert.“
  • „Kunst ist für mich ein Weg, Geschichten zu erzählen – Geschichten von Migration, von Hoffnung und vom Ankommen.“